PR-Branche zwischen Wachstumskurs und KI-Transformation
Die internationale PR-Branche bleibt trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten optimistisch: 67 Prozent der befragten Agenturen rechnen 2026 mit Wachstum. Gleichzeitig steht die Branche vor einem tiefgreifenden Wandel – getrieben durch die flächendeckende Integration Künstlicher Intelligenz. Als Mitglied des globalen Agenturnetzwerks IPRN haben wir die zentralen Ergebnisse des aktuellen IPRN PR Business Survey 2026 zusammengefasst.
Optimismus trifft auf steigende Komplexität
Die Studie, für die Agenturen aus über 20 Ländern befragt wurden, zeigt ein differenziertes Bild: Neben der positiven Geschäftserwartung erwarten 22 Prozent eine stabile Entwicklung, während 11 Prozent von rückläufigen Geschäften ausgehen. Als größte Herausforderungen nennen jeweils 28 Prozent der Befragten die Investitionszurückhaltung von Kunden aufgrund wirtschaftlicher Unsicherheiten sowie die Integration generativer KI in bestehende Arbeitsprozesse.
Gleichzeitig investieren Agenturen gezielt in ihre Zukunftsfähigkeit: KI und Automatisierung (27 Prozent) stehen dabei an erster Stelle, gefolgt von Measurement und Analytics sowie Mitarbeiterweiterbildung (jeweils 17 Prozent).
KI als neuer Standard – aber mit Akzeptanzlücke
Ein zentrales Ergebnis der Studie: KI ist in der PR-Branche vollständig angekommen. 100 Prozent der befragten Agenturen setzen entsprechende Technologien ein, 82 Prozent davon regelmäßig. Die wichtigsten Einsatzbereiche sind Content-Erstellung (25 Prozent), Recherche und Trendanalysen (21 Prozent) sowie kreative Ideenentwicklung (20 Prozent).
Allerdings zeigt sich eine Diskrepanz zwischen Agenturen und ihren Kunden: Während 89 Prozent der Agenturen KI als strategisch wertvoll einschätzen, akzeptieren viele Auftraggeber KI-gestützte Leistungen nur unter bestimmten Voraussetzungen. 48 Prozent bewerten den Einsatz als positiv, erwarten jedoch vollständige Transparenz – 33 Prozent nehmen eine neutrale Haltung ein.
„Die PR-Welt befindet sich an einem Wendepunkt: Künstliche Intelligenz ist nicht mehr Zukunftsthema, sondern operative Realität. Entscheidend wird sein, wie gut es Agenturen gelingt, technologische Effizienz mit strategischer Beratungskompetenz und menschlichem Urteilsvermögen zu verbinden”, sagt Tilo Timmermann, Geschäftsführer von TDUB.
GEO: Das nächste große Wachstumsfeld
Ein wachsendes Zukunftsfeld ist die sogenannte Generative Engine Optimization (GEO) – die gezielte Optimierung von Sichtbarkeit in KI-basierten Such- und Antwortsystemen wie ChatGPT, Perplexity oder Google AI Overviews. Derzeit generieren 15 Prozent der Agenturen aktiv Geschäft in diesem Bereich, während 41 Prozent Know-how aufbauen und erste Tests durchführen.
Wir bei TDUB reagieren auf diese Entwicklung mit einem eigenen GEO-Retainer, der Unternehmen dabei unterstützt, in KI-getriebenen Informationsumgebungen sichtbar und relevant zu bleiben. „Die Art und Weise, wie Informationen gefunden und bewertet werden, verändert sich fundamental. Mit unserem GEO-Retainer helfen wir Unternehmen, sich in dieser neuen Logik erfolgreich zu positionieren”, so Timmermann.
Strategische Beratung gewinnt weiter an Bedeutung
Parallel zur technologischen Transformation verschiebt sich das Leistungsportfolio der Agenturen weiter in Richtung strategische Beratung. Als wichtigste Wachstumsfelder gelten integrierte Kommunikationsstrategien (28 Prozent), Corporate Reputation (22 Prozent) sowie CEO-Positionierung und Thought Leadership (19 Prozent). Auf Branchenebene werden die größten Chancen im Technologiesektor (16 Prozent) sowie in den Bereichen Energie und Versorger (15 Prozent) gesehen.
Die vollständigen Ergebnisse der Studie stehen hier zum Download zur Verfügung.

