Wer die Gamescom betritt, taucht sofort in ein Meer aus Farben, Stimmen und Eindrücken ein. Cosplayer:innen schlendern durch die Hallen, aus allen Richtungen kommt Musik, Fans warten geduldig in langen Schlangen für einen Blick auf die neuesten Spiele.
Der Terminkalender war dicht: ein Gespräch nach dem nächsten, kaum eine Verschnaufpause dazwischen. Jedes Jahr aufs Neue vergisst man, wie lange man von einem zum anderen Punkt braucht. Wie voll es wird und wie schwer es ist, im Getümmel eine bestimmte Person zu finden. Jedoch war es dieses Jahr etwas einfacher als in den letzten Jahren: Statt von einem Termin zum nächsten hetzen zu müssen, konnte ich gnädigerweise die Termine zu mir kommen lassen. Ich war nämlich nicht in eigener Sache vor Ort, sondern für unseren Kunden Shure. Demnach habe ich den größten Teil im „Backstage“-Bereich der Aussteller verbracht. Das hat meinen Blick auf die Messe ordentlich verschoben.
Hinter den Kulissen wird greifbar, was vorne niemand sieht: ganze Ansammlungen von Containern und Wagen, in denen das Equipment gelagert oder quer durch die Hallen geschleppt wird. Erst dort merkt man, wie viel logistischer Aufwand in so einem Event steckt und wie viele Menschen es braucht, damit vorne alles reibungslos aussieht. Und genau deshalb schätzt man die Stände vorne noch einmal anders: DJ-Pulte, große Showbühnen, aufwendige Setups. Wer sich einen sicher nicht ganz günstigen Ausstellerplatz gesichert hat, investiert sicherlich dasselbe nochmal in den Stand an sich.
Nach der Messe ist vor der Messe
Auch dieses Jahr galt: Sobald sich die Tore schließen, geht es erst richtig los. Die Influencer-Party am Abend sorgte für reichlich Gesprächsstoff, und zwischen den Terminen und Abendveranstaltungen blieb sogar Zeit für das ein oder andere Wiedersehen: alte Bekannte und Kolleg:innen, die ich aus den Augen verloren hatte und nun kurz, aber herzlich wiedertraf. Spätestens bei der von Shure gesponserten Karaoke-Party wurde noch einmal klar, wie viel Arbeit hinter so einer Show steckt, nicht nur tagsüber auf der Messe, sondern auch abends. Dort zu sein, hat sich gelohnt: Ich habe sofort gemerkt, wie viel Energie im Raum ist, wenn Leute, die für ihre Sache brennen, gemeinsam auf einer Bühne stehen und Karaoke singen.
Müde, aber erfüllt ging es nach drei intensiven Tagen zurück nach Hause, die Beine spürbar vom vielen Laufen zwischen den Terminen. Was am Ende hängen bleibt, ist trotzdem nicht die Erschöpfung, sondern die Leidenschaft der Leute, die ich dort getroffen habe. Deshalb freue ich mich, aller Müdigkeit zum Trotz, schon jetzt auf die nächste Gamescom.


